Wie Stress auf den Körper wirkt

Wie Stress auf den Körper wirkt

Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Herzprobleme, Hautirritationen, … – 75% dieser Beschwerden sind auf Stress zurückzuführen

Stress ist eine körperliche Reaktion und dient dazu bei physischen oder psychischen Belastungen kurzfristig die körperliche und mentale Leistungsbereitschaft zu erhöhen.
Der dahinter stehende biologische Prozess macht es möglich, dass der Mensch in Gefahrensituationen reagieren kann.

Bei Stress werden die Stresshormone Adrenalin, Cortisol, Insulin und Noradrelin ausgeschüttet. Die entscheidende Rolle bei Stress, spielt das Stresshormon Cortisol, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Es wird in Stresssituationen freigesetzt und ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Der Blutkreislauf wird beschleunigt, die Hirndurchblutung angeregt, es wirkt entzündungshemmend und bremst das Immunsystem.
Zusammen mit Insulin reguliert es den Blutzuckerspiegel und erhöht in stressigen Zeiten den Blutzucker. Ferner wirkt es sich auf den Blutdruck aus.

Positiver, kurz bzw. selten auftretender Stress ist nicht gesundheitsschädlich, der Körper reagiert selbstregulierend auf die hormonellen Prozesse und kann die Stresshormone abbauen. Gesundheitsschädlich wirkt Dauerstress, er führt zu einer Fehlregulation, einer anhaltenden Anspannung und wirkt sich folglich negativ auf den Allgemeinzustand aus.

Wie wirkt sich langanhaltender Stress auf unseren Körper aus?

Evolutionär bedingt ist der Mensch durch Stress bzw. dem biologischen Prozess dahinter, vor Gefahrensituation geschützt. Hält Stress allerdings dauerhaft an, steht der Körper in ständiger Alarmbereitschaft. Dieser Distress hat negative Folgen für den Allgemeinzustand und krankheitsauslösende Folgen, die sich durch folgende Symptome äußern können:

  • erhöhte Infektionsanfälligkeit
  • anhaltender Erschöpfungszustand, häufige Müdigkeit bis zum Burn-Out, Depressionen
  • Schlafstörungen
  • chronische Symptome wie z. B. Schmerzen
  • erhöhtes Schlaganfall- und Herzinfarktsrisiko
  • Diabetes und Übergewicht werden begünstigt

Kommen zusätzliche Belastungen wie z. B. Übergewicht, Rauchen, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel dazu ist der Körper schlichtweg überfordert.

Bewegung wirkt regulierend

Was in dem Körper unter Stress passiert, ist ein evolutionär bedingter fantastischer Mechanismus zum Überleben: der Mensch war bzw. ist damit in der Lage in Gefahrensituationen in einen Kampf zu gehen oder zu flüchten. Heute fehlt nur oftmals leider die natürliche Reaktion ergo die benötigte Bewegung, um den Körper auf ein normales Betriebsniveau herunterzufahren.

Durch Bewegung werden die Hormone produziert, die Stresshormone neutralisieren: Endorphine und Serontonin. Die Glückshormone verhelfen dem Körper und der Seele zu entspannen, man fühlt sich wohler und gewappnet für anstehende Belastungen.

Stefan Schneider, Neurowissenschaflter an der Deutschen Sporthochschule Köln, beschreibt sehr schön, dass die motorische Handlung für einen Abbau von Spannung sorgt:

„… Sport oder höhere körperliche Belastungen beanspruchen im Gehirn einen anderen Prozessor als das rationale Handeln: Bewegungen steuert der Motorkortex.“

 

Die heilsame Wirkung des Sports bzw. Bewegung sieht für jeden Menschen jedoch anders aus.

Jemand, der beruflich bereits stark körperlich beansprucht ist, wird nicht unbedingt stressresistenter durch abendlich exzessives Laufen, wie auch der gestresste Manager nicht zwangsläufig mit einem getaktetem und strammen Fitness- und Laufplan die gewünschte, stressmindernde Wirkung erzielen kann.

Wichtig ist hier das richtige Maß, sowie (s)eine unterstützende, gesundheitsfördernde Sportart zu finden.

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